Ein Beruf mit vielen Arbeitsfeldern
Erzieherin: Entwicklungsmöglichkeiten und
Bedürfnisse von Kindern erkennen
Das Ziel der Ausbildung zur „Staatlich anerkannten Erzieherin" an
einer Fachschule für Sozialpädagogik ist die Befähigung,
Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsaufgaben zu übernehmen, um in
allen sozialpädagogischen Bereichen als Erzieherin selbständig,
eigenverantwortlich und zielorientiert tätig zu sein.
Die dreijährige Ausbildung setzt sich aus einer mehr fachtheoretisch
orientierten zweijährigen Schulausbildung (inklusive 16 Wochen Praktikum)
und einer einjährigen mehr fachpraktisch ausgerichteten Ausbildung
(bis auf 160 Stunden Begleitunterricht) in einer Praxiseinrichtung zusammen.
In dieser Zeit soll eine berufliche Handlungskompetenz erworben
werden, die in gleicher Weise Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz verknüpft.
Neben dem Berufsabschluss kann auch die Fachhochschulreife erworben werden,
da der Kanon der bisherigen 12 Ausbildungsfächer um die beiden Fächer
Englisch und Mathematik erweitert worden ist. Ein wichtiger Grundsatz der
Ausbildung ist die Frage nach der praktischen Umsetzbarkeit des in der
Schule vermittelten Wissens.
Voraussetzung für die Aufnahme ist ein mittlerer Bildungsabschluss
und eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine als gleichwertig anerkannte
Qualifizierung (zum Beispiel Vorpraktikum). Der Nachweis der Erzieherausbildung
ist für viele Berufe eine Eingangsvoraussetzung, so zum Beispiel für
Heilpädagogik oder Motopädie. Der Beruf bietet mit entsprechender
Fort- und Weiterbildung den Einstieg in eine Vielzahl von weiteren pädagogischen
Arbeitsfeldern - bis hin zur Selbständigkeit.
Eine Erzieherin sollte unter anderem die Entwicklungsmöglichkeiten
und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in den verschiedenen
Altersstufen erkennen und entsprechende pädagogische Angebote planen,
durchführen, dokumentieren und auswerten können, ganz gleich,
ob sie nun zum Beispiel im Kindergarten oder Hort, im Kinderheim/-dorf
oder Kinderkrankenhaus/ -erholungsheim, ob sie im Bereich der außerschulischen
Freizeitbeschäftigung auf Spielplätzen oder in einer OT, in Schulen
oder Wohngemeinschaften arbeitet.
In jedem Fall muss sie ein Kind in seiner unverwechselbaren Personalität
sehen, selbst aber auch über ein hohes Maß an pädagogischer
Integrität verfügen. Zur Erfüllung ihrer zunehmend familienergänzenden,
aber auch familienunterstützenden Arbeit sollte sie über eine
entsprechende Kommunikationsfähigkeit verfügen. Kenntnisse von
sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhängen befähigen sie,
die Lage von Kindern, Jugendlichen und Eltern erfassen und Unterstützung
in Konfliktsituationen zu leisten.
Die Bischöfliche Clara-Fey-Schule (Tel. 0241/604352) bietet
in der Michaelsbergstr. 36 in Aachen in einer parkähnlichen Umgebung
ausschließlich interessierten BewerberInnen für die ErzieherInnenausbildung
die Möglichkeit, im Rahmen überschaubarer Lerngruppen sich gezielt
auf diesen Beruf vorzubereiten. Falls Bewerber zu Beginn der Ausbildung
schon über gute Fremdsprachenkenntnisse verfügen, wird für
diese Gruppe die Möglichkeit angestrebt, einen Teil des Berufspraktikums
im Ausland zu absolvieren.