Rückblick:

02. - 10. November 2000
"In jedem Garten liegt ein Paradies"
Spiel-Plätze in Kindergärten
Ausstellung in den Räumen der Clara-Fey-Schule


Die Ausstellung wurde im Oktober 1999 in Köln im Beisein der Bundesministerin Frau Dr. Christine Bergmann als "Mutmach"-Ausstellung eröffnet. Sie wurde in der Pädagogischen Ideenwerkstätte BAGAGE in Freiburg entwickelt.
Die Ausstellung umfasst 27 großformatige farbige Ausstellungstafeln und informiert zu den folgenden vier Themen:
- Pädagogische Grundlagen... was hat sich im Kindergarten verändert, warum ist das Außengelände so wichtig?
- Kind und Natur... über die Komplexität des Spiels im Freien
- Gestaltungskriterien für ein kindgerechtes und naturnahes Außengelände in Kindertageseinrichtungen
- Spielen und Lernen... kindorientierte Erfahrungsräume

Aachener Zeitung Nr. 268:

Kinder sollen in der Natur spielen
„In jedem Garten steckt ein Paradies“: Elementare Erfahrung sammeln
Aachen. „Kinder sollen draußen spielen und Erfahrungen in freier Natur sammeln“, lautet eine Forderung, die von vielen Pädagogen erhoben wird. Wie geeignete Spielgelände aussehen sollen, zeigte jüngst in der Clara-Fey-Schule die Wanderausstellung „In jedem Garten steckt ein Paradies“, die von der pädagogischen Ideenwerkstatt "Bagage" in Freiburg entwickelt wurde. Für die Entwicklung von Kindern seien Erfahrungen in freier Natur extrem wichtig, sagt Harald Breidt. Der Sozialpädagoge ist für Kinderbetreuungseinrichtung der Caritas zuständig und eröffnete die Ausstellung an der Bischöflichen Fachschule für Sozialpädagogik.
In den Städten, so Breidt weiter, würden Flächen, auf denen Kinder derartige Erfahrungen machen könnten, aber immer knapper. Gepflegte Parks und Gärten seien keine geeigneten Spielgelände: „Kinder brauchen keine saubere, von Landschaftsgärtnern gepflegte Grünfläche sondern einen natürlichen Bereich, in dem sie elementare Erfahrungen sammeln können“, so Breidt.
Die Ausstellung sollte auch dazu ermutigen, Spielweisen der Kinder zu akzeptieren, die häufig gegen „erwachsene Vorstellungen“ von Ordnung verstoßen. Auf Stellwänden waren Bilder zu sehen, auf denen sich Kinder mit Schlamm beschmieren, im Wald umherrennen sowie aus Ton, Holz und anderen Naturmaterialien  ihre Spielwelt so gestalten, wie sie ihnen gefällt. Gerade dieser Gestaltungsspielraum sei für die kreative und motorische Entwicklung sehr wichtig, sagte Dr. Rudolf Nottebaum, Leiter der Pädagogen-Schule in Burtscheid. Den angehenden Erziehern, die an seiner Schule ausgebildet werden, legt er deshalb schon seit langem nahe, ihre späteren Schützlinge möglichst viel in der Natur spielen zu lassen.(neu)/
(Fotos geändert W. Loock)